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Internationaler Arbeitgeberpreis der AARP 2011 prämiert demografieorientierte Personalstrategien

Der demografische Wandel stellt Unternehmen vor vielfältige Herausforderungen. Aus dem innovativen Umgang mit diesen Veränderungen können aber auch Chancen und richtungsweisende Ideen hervorgehen.

Bereits im vierten Jahr vergibt die AARP, ein US-amerikanischer Verband mit 40 Mio. Mitgliedern ab 50 Jahren den internationalen Arbeitgeberpreis für alternsgerechte Personalpolitik ("AARP Best Employers for Workers Over 50 Award - International"). Mit der Auszeichnung würdigt die AARP Unternehmen, die wegweisende Maßnahmen zur Integration älterer Beschäftigte umsetzen und sich auf beispielhafte Weise den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen.

Der Preis unterstreicht, dass ältere Beschäftigte weltweit Leistungsträger ihrer Unternehmen sein wollen und können. Der Blick auf das Alter wird durch den Wettbewerb - entlang vieler guter Beispiele - in eine neue Richtung gelenkt.

Weiterführende Informationen:

Zur Informationsbroschüre des AARP Arbeitgeberpreises 2011 (auf Deutsch)
zum Flyer

Direkt zur Online-Bewerbung auf den Seiten der AARP:
www.aarpinternational.org/bestemployers

Hier können Sie sich den Bewerbungsbogen im PDF-Format herunterladen:
www.aarpinternational.org/usr_doc/BestEmployersIntlApp2011.pdf


Presseschau
Spiegel online, 14. 1. 2011

Tagsüber arbeiten, abends die alten Eltern pflegen: Immer mehr Beschäftigte müssen mit dieser enormen Doppelbelastung kämpfen. Unterstützung durch den Chef gibt es selten. Report über ein neues deutsches Phänomen.
zum Artikel


Pressemitteilung 3 / 2010
Bonn (BAGSO), 05.03.2010

Ex-Familienministerin Ursula Lehr: Schröder-Vorschlag zur Pflegezeit ist richtig!

Die frühere Familienministerin und jetzige Vorsitzende des Dachverbands der Senioren-Organisationen BAGSO, Ursula Lehr, unterstützt die Initiative von Bundesministerin Kristina Schröder ausdrücklich. "Es geht nicht um eine Korrektur der Pflegeversicherung, sondern um die Vereinbarkeit der häuslichen Pflege mit der Berufstätigkeit der Pflegenden. Diese Frage ist wichtig, denn wir wissen aus Studien, dass sich, wer nicht nur zu Hause bleibt, mit der Pflege leichter tut. Mit einer Freistellung allein ist es daher nicht getan."

Die Diskussion darüber, was wir besser machen können, von Seiten der Politik, aber auch von Seiten der Unternehmen, hält die Alternsforscherin für überfällig. "Wenn Sie als berufstätige Frau Kinder haben, dann fragen die Kollegen jeden Tag danach. Betreuen Sie einen Angehörigen, ist das häufig ein Tabu am Arbeitsplatz. Für die Betroffenen ist ein offenerer Umgang mit dem Thema wichtig."

Vor allem die Unternehmen sieht Lehr in der Pflicht. Von flexiblen Arbeitszeitmodellen, die über den vorgeschlagenen gesetzlichen Rahmen hinausgehen können, bis hin zu praktischen Unterstützungsangeboten, sei vieles möglich und sinnvoll, um Arbeitsplätze auf die Notwendigkeiten einer alternden Gesellschaft einzustellen. "Es macht überhaupt keinen Sinn, nur an betriebliche Kindertagesstätten zu denken. Von Unternehmen getragene oder geförderte Tagespflegeangebote sind mindestens ebenso wichtig. Bereits heute dürfte die Zahl berufstätiger Frauen, die ältere Angehörige betreuen, die Zahl berufstätiger Frauen mit Kindern unter sechs Jahren übersteigen", so die Einschätzung der BAGSO-Vorsitzenden.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) vertritt über die ihre 101Mitgliedsverbände rund 13 Mio. ältere Menschen in Deutschland.

Weitere Informationen:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)
Ursula Lenz
Bonngasse 10, 53111 Bonn
Tel.: 02 28 / 24 99 93 18, Fax: 02 28 / 24 99 93 20
E-Mail: lenz@bagso.de
www.bagso.de


Pressemitteilung 1 / 2010
Bonn (BAGSO), 15.01.2010

Bundesfamilienministerin Köhler empfing Vertreter des BAGSO-Vorstands unter dem Vorsitz von Ursula Lehr

Nur sechs Wochen nach ihrer Ernennung empfing Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Köhler die BAGSO-Vorsitzende Prof. Dr. Ursula Lehr, die das Ministeramt von 1988 bis 1991 innehatte. Damit zeigte die neue Ministerin, welchen Stellenwert sie dem Thema "ältere Menschen" und dem Altern als Prozess auch innerhalb ihres Ressorts geben möchte.

Die Seniorenpolitik werde ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Amtszeit, so Kristina Köhler. Sie kündigte an, dass sie sich u. a. für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege einsetzen werde. Es müssten Arbeitszeitmodelle entwickelt werden, "die mehr möglich machen". Auch bei der Entwicklung von Strategien zur Umsetzung der Empfehlungen des im Herbst erscheinenden 6. Altenberichts suche das Ministerium einen intensiven Austausch mit der BAGSO und ihren 101 Mitgliedsverbänden, in denen rund 13 Mio. ältere Menschen organisiert sind.

Ursula Lehr wies darauf hin, dass sich die BAGSO stärker als bisher im Bereich der Patientenvertretung engagieren möchte. Die Ministerin begrüßte dies und sagte die Unterstützung ihres Hauses zu. Darüber hinaus wolle sie darauf hinwirken, dass bei Untersuchungen im Gesundheitsbereich, aber auch in anderen Themenfeldern die Altersgruppe 60plus differenzierter betrachtet werde. Aufgeschlossen war sie ebenfalls gegenüber Fragen eines seniorengerechten Wohnens und Wohnumfelds ("age friendly city").

Weitere Inhalte des Gesprächs, an dem auch die Staatssekretäre Dr. Hermann Kues und Josef Hecken sowie Ministerialdirektor Dieter Hackler als zuständiger Abteilungsleiter teilnahmen, waren die Durchsetzung des Grundsatzes "Reha vor Pflege" sowie die Einbeziehung der Seniorenorganisationen in die Vorbereitung und Durchführung der Europäischen Jahre zum freiwilligen Engagement (2011) sowie zum aktiven Alter und zur intergenerationellen Solidarität (2012).

Weitere Informationen:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)
Ursula Lenz
Bonngasse 10, 53111 Bonn
Tel.: 02 28 / 24 99 93 18, Fax: 02 28 / 24 99 93 20
E-Mail: lenz@bagso.de

Diese Pressemitteilung und ein Foto finden Sie unter www.bagso.de.


Beruf und Pflege unter einem Hut?

Volkswagen Stiftung fördert Projekt an der TU Dortmund mit 400.000€

Strategien zur nachhaltigen Sicherung zukünftiger Pflege- und Produktivitätspotenziale in einer alternden Gesellschaft in Europa stehen im Mittelpunkt eines Forschungsprojekts an der TU Dortmund, für das Professorin Dr. Monika Reichert, Soziale Gerontologie mit dem Schwerpunkt Lebenslaufforschung an der Technischen Universität Dortmund jetzt eine Förderung in Höhe von 400.000 € von der Volkswagen Stiftung erhält.

In einer älter werdenden Gesellschaft sind immer mehr Menschen auf Betreuung und Hilfe angewiesen. Angehörige müssen die häusliche Pflege dabei häufig mit der eigenen Berufstätigkeit vereinbaren - eine oftmals schwierige und belastende Situation. Professorin Monika Reichert von der Technischen Universität Dortmund möchte mit ihren Kooperationspartnern aus Deutschland (Dr. Hanneli Döhner, Universität Hamburg, Prof. Dr. Gerhard Bäcker, Universität Duisburg-Essen) England (Dr. Andreas Hoff, Universität Oxford) Italien (Dr. Giovanni Lamura, Italienisches Zentrum für Alternsforschung, Ancona) und Polen (Dr. Jolanta Perek-Bialas, Universität Krakau) zeigen, dass eine konfliktarme Vereinbarung von Beruf und Pflege möglich ist, wenn sie von entsprechenden betrieblichen wie sozialpolitischen Maßnahmen flankiert wird. So kann nicht nur eine zukunftsgerichtete, nachhaltige Pflegeversorgung gesichert werden; auch Produktivitätspotenziale in Form hoch motivierter Arbeitskräfte lassen sich erschließen.

Zur Entwicklung solch neuer Konzepte, die eine bessere Koordination gewährleisten, sind nach Meinung des Forscherteams gemeinsame Anstrengungen aller beteiligten Akteure erforderlich - insbesondere der erwerbstätigen Pflegenden und der Arbeitgeber. Außerdem interessieren sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Blick auf mögliche "Best-practice"-Modelle für Erfahrungen, die in anderen Ländern bereits gemacht wurden. Daher möchten sie individuelle und betriebliche Vereinbarungsstrategien in Deutschland, Großbritannien, Italien und Polen vergleichen.

Ergänzend wollen die Projektpartner Fachliteratur, Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge auswerten. Leitfadeninterviews, die sie mit Betroffenen und betrieblichen Experten in den vier Ländern führen, runden diesen Teil der Arbeit ab. In Deutschland planen die Forscher zehn vertiefende Betriebsfallstudien in Unternehmen, die von den deutschen Projektbeteiligten schon 1995 untersucht wurden. An den geplanten Untersuchungen sind Psychologen, Gerontologen, ökonomen, Soziologen und Medizinsoziologen beteiligt.

Weitere Informationen:

Technische Universität Dortmund
Soziale Gerontologie und Lebenslaufforschung
Prof. Dr. Monika Reichert
Telefon: 0231 755 2824
E-Mail: mreichert@fb12.uni-dortmund.de